Archiv für Frühreife der Thaikatze

Wann und ob sollte eine Thaikatze kastriert werden?

Posted in Kastration with tags , , , , , , on Oktober 1, 2007 by sucramer

Die Thaikatze ist häufig sehr frühreif in ihrer sexuellen Entwicklung. Man muss auf die erste Rolligkeit beim weiblichen Tier bereits mit knapp 6 Monaten gefasst sein. Auch Jungkater entdecken ihre Männlichkeit bereits oft in dieser Zeit. Die Kater können wie rollige Katzen klingen, wenn sie sich nach der Weiblichkeit sehnen. Die weiblichen Katzen sind in ihrer Rolligkeit sehr laut, das Schreien ist durchdringend und klagend.  Die Katze rollt sich auf dem Boden und leckt sich häufig. Sie ist noch anhängliche als sonst und sehr unruhig.

thaikatze seal-point, rollig, Foto:S.Cramer-Rössner

Ich habe aber auch schon Thaikatzen erlebt, die erst mit 14 Monaten das erste Mal in die Hitze kamen und Kater, die sich auch mit 12 Monaten noch nicht für ein rolliges Weibchen interessierten. Die Natur hält sich nicht an feste Regeln.

Hat man ein Päarchen im Haus oder eine Katze mit Freigang, sollte man aber mit einem halben Jahr anfangen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Wird die Thaikatze nicht gedeckt, so wird sie in kurzem Abstand wieder rollig. Das steigert sich bei manchen Tieren bis zur Dauerrolligkeit. Man kann die Rolligkeit mit der „Pille“ für Katzen (z.B. Sedometril) unterdrücken. Nebenwirkung dieser Hormongabe kann aber eine Gebärmuttervereiterung sein. Zu der kann es aber auch durch häufige Rolligkeiten kommen. Eine Katze, die nicht zur Zucht zugelassen werden soll, sollte daher zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit im entsprechenden Alter kastriert werden.

Der junge Kater fällt durch Unruhe und lauten Singsang auf, bevor er mit Urin zu markieren beginnt. Leider gibt es  bei den Thaikatern nur recht wenige, die nicht spritzen. Auch beim männlichen Tier gibt es mit vielen Nebenwirkungen behaftete Hormontherapien, die aber kaum etwas nutzen. Auch hier ist der sinnvollste Weg die Kastration.

Kastrierte Thaikatzen ändern sich in ihrem Wesen nicht. Nur die ständige Unruhe des Katers, der immer auf der Suche nach sexueller Erfüllung ist, gibt sich zum größten Teil.  Weibliche Tiere verändern sich gar nicht. Es ist ein Mythos, dass eine Katze einmal Babys bekommen haben muss, damit sie gesünder und ausgeglichener ist. Auch neigen die Katzen nicht zur Fettleibigkeit und bleiben lebhaft und verspielt.